News:Detail

News:Detail (Page View)
2012 IST DAS «JAHR DER UNGARN»
23.11.2012

VBLEI – Michel Rohrer berichtete an der Herbstversammlung des VBLEI über die Arbeit der ZPK.

An der Herbstversammlung des Verbands der Basellandschaftlichen Elektroinstallateure (VBLEI) stiess der Bericht aus der Praxis der Zentralen Paritätischen Kontrollstelle (ZPK) auf besonderes Interesse.
Laut ZPK-Geschäftsführer Michel Rohrer hat in diesem Jahr die Zahl von entsendeten Arbeitnehmern und sogenannten Scheinselbstständigen aus Osteuropa stark zugenommen. Rohrer bezeichnet 2012 als «Jahr der Ungarn».
«Die Baustellenkontrollen werden aufgrund der Scheinselbständigkeits-Problematik immer aufwendiger und vor allem zeitraubender», sagte Rohrer. Die Zahl der Kontrollen ist denn 2011 im Vergleich zum Vorjahr auch um elf Prozent zurückgegangen (2011: 2171, 2010: 2448). Zudem binde die Wiedereinführung der Kaution zusätzliche Arbeitsressourcen.


Hauptproblem: Lohndumping
Im vergangenen Jahr fanden praktisch gleich viele Kontrollen bei in- und ausländischen Dienstleistungserbringern statt. Aus den 2171 Baustellenkontrollen resultierten schliesslich 783 Verfahren, was einer durchschnittlichen Verstossquote von 36 Prozent entspricht. Bei den kontrollierten ausländischen Anbietern liegt diese Quote bei über 50 Prozent; bei den inländischen Firmen sind die Verstösse erfreulicherweise zurückgegangen und die Quote liegt noch bei 20 Prozent.
«Die häufigsten Verstösse finden bei den Mindestlöhnen, den Zuschlägen und dem 13. Monatslohn statt», sagte Rohrer. Die ZPK kontrolliert aber nicht nur die Einhaltung der allgemein verbindlichen GAV-Bestimmungen, sondern führt auch Arbeitssicherheits-Kontrollen durch und überprüft den Selbstständigen-Status.
Die Mitglieder des Verbandes Basellandschaftlicher Elektro-Installationsfirmen hatten sich wie gewohnt im Haus der Wirtschaft in Liestal zur Herbstversammlung getroffen. Präsident Guido Ermacora informierte über die jährlichen Koordinationsgespräche mit den Elektrizitätswerken und die GAV-Verhandlungen mit den Sozialpartnern. In beiden Bereichen lägen keine besonderen Vorkommnisse vor, sagte Verbandspräsident Ermacora.


Ungenügendes Schulwissen
Reto Bühler berichtete über das Geschehen im verbandseigenen Ausbildungszentrum. Kurt Lanz von der Gewerblich-industriellen Berufsschule orientierte über die diesjährige Klassenbildung. Lanz wies auch darauf hin, dass eine grosse Anzahl der Lernenden zu Beginn der Ausbildung Stützkurse benötigen, um das zum Teil ungenügende Schulwissen aufzubessern.
Er forderte in diesem Zusammenhang die Betriebe auf, sich ein genaues Bild über die Vorkenntnisse der Lernenden zu machen und diese auch zu fordern.